Die Novemberrevolution
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Am 9. November 1918 wurde Rosa endlich entlassen. Sie blieb zunächst bei Freunden in Breslau, da noch keine Züge nach Berlin verkehrten. Jedoch reiste sie sobald als möglich ab. Als sie dort eintraf, war die Novemberrevolution bereits in vollem Gange. Der Kaiser hatte abgedankt und sein letzter Kanzler hatte die Regierung an den Sozialdemokraten Ebert übergeben, der ein Gegner der sozialen Revolution war. Rosa stürzte sich sofort in die Arbeit, doch sie und die anderen Mitglieder des Spartakusbundes hatten nun mit ganz neuen Problemen zu kämpfen. Die SPD sorgte dafür, dass ihre Zeitung („Die Rote Fahne“) und Flugblätter nicht gedruckt werden konnten. Regierungstreue Soldaten erschienen immer wieder in ihrer Redaktion.
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Die Gruppe forderte die Bildung einer Räteregierung, die anderen Parteien wollten jedoch die alten Verhältnisse mit einem neuen Parlament bewahren. Außerdem wurde der Revolution mit einer Soldatenwehr von 15 000 Mann eine zuverlässige Truppe entgegengesetzt. Trotzdem begannen die Massen, sich den Forderungen des Spartakusbundes zuzuwenden und veranlassten eine riesige Streikwelle, die durch das ganze Land ging. Leider fehlte es aber an einem klaren Programm sowie an der klaren Trennung von der SPD. So wurde endlich, am 31. Dezember 1918 die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) gegründet. Bereits am folgenden Tag wurde in der Presse angedroht, diese Partei nur mit Gewalt niederwerfen zu können.
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So geschah es, dass sich im Januar die rechten sozialdemokratischen Führer mit der kaiserlichen Armee verbanden, um das revolutionäre Proletariat zu auszumerzen. Dabei wurden Tausende von Arbeitern ermordet (Januaraufstand). Am 15. Januar schrieb Karl Liebknecht in der letzten Ausgabe der „Roten Fahne“: „Und ob wir dann noch leben werden, wenn das Ziel erreicht wird - leben wird unser Programm.“
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Noch am selben Abend wurden er und Rosa ins Hotel Eden gebracht, wo sie unter schweren Misshandlungen verhört wurden. Anschließend wurde Liebknecht erschossen und auch Rosa Luxemburg, die wenig später brutal zusammengeschlagen wurde, tötete schließlich eine Kugel. Ihre Leiche wurde in das schlammige Wasser des Landwehrkanals geworfen und erst am 31. Mai entdeckt. Deshalb musste ihr Sarg zunächst leer bleiben, als sie symbolisch mit den anderen Opfern des Januaraufstands zu Grabe getragen wurde. Mit ihrem Tod verlor die Arbeiterbewegung ihren wichtigsten Führer.
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